Hintergrundinformation

‘‘Hope for Helpless e.V.‘‘ (HFH) ist ein Förderverein zur Unterstützung des gleichnamigen Kinderhilfsprojekts in Uganda.

 

Quelle: http://www.lavocedinomas.org/site/wp-content/uploads/2011/10/afrika-uganda-1.jpg Quelle: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/maps/maptemplate_ug.html

 

Die Republik Uganda wird auch als “Perle Afrikas“ bezeichnet. Es handelt sich um einen Binnenstaat in Ostafrika, der an Kenia, Tansania, Ruanda, DR Kongo und Sudan grenzt.

 

 

 

1894 wurde Uganda britisches Protektorat.

Am 9. Oktober 1962 erlangte Uganda die Unabhängigkeit (heute Nationalfeiertag).

Von der Gesamtbevölkerung (rund 32,7 Millionen) leben in der Hauptstadt Kampala circa 2 Millionen Menschen. Es existieren mehr als 40 ethnische Gruppen, welche in die beiden großen Gruppen der Bantu (u.a. Baganda, Banyankole etc.) und Niloten (u.a. Acholi, Langi) unterteilt werden. Circa 45% der Bevölkerung sind römisch-katholisch, circa 35% anglikanisch und circa 10% Moslems. Etwa 1% der Bevölkerung sind Anhänger von traditionellen afrikanischen Religionen. Der Altersdurchschnitt der ugandischen Bevölkerung beträgt 15 Jahre. Die Amtssprachen Ugandas sind Englisch und Kiswahili. Letztere wird in der zivilen Verwaltung allerdings kaum genutzt und stellt lediglich die Kommandosprache von Polizei und Militär dar. Unter den wichtigsten lokalen Sprachen sind Luganda, Luo, Iteso und Rwanyankole hervorzuheben. Landschaftlich ist Uganda sehr vielseitig und fruchtbar. Es ist geprägt von Seen und Sümpfen, dem Weißen Nil (Viktoria-Nil und Albert-Nil), Urwäldern und Savannen. Im Süden des Landes verläuft der Äquator. Das tropisch-warme Klima ist durch die Höhenlage des Landes deutlich abgekühlt. Da Uganda größtenteils auf einem Plateau um 1.000 m über dem Meeresspiegel liegt, schwanken die Temperaturen zwischen 25 und 30 °C tagsüber, nachts sind es meist um die 17 °C. Früher waren Niederschläge auf das ganze Jahr verteilt, es gab nur zwei trockenere Perioden (Dezember bis Februar und Juni bis August). Heutzutage allerdings gibt es aufgrund des Klimawandels besonders im Norden Regionen, in denen es jahrelang nicht regnet, während der Rest des ehemals tropisch feuchten Landes zunehmend in Monsunabhängigkeit gerät und nur noch über eine Regenzeit verfügt.

Politik:

Seit dem 29. Januar 1986 ist Yoweri Kaguta Museveni Präsident von Uganda. Er wurde bisher fünfmal in seinem Amt bestätigt, obwohl seine Kandidatur nach mehr als zwei Amtsperioden erst nach einer Verfassungsänderung möglich war.

In dem 20 Jahre andauernden Bürgerkrieg im Norden Ugandas terrorisierte die “Lord’s Resistance Army“ (LRA) vom Sudan aus die Bevölkerung, die zusätzlich unter Angriffen ugandischer Regierungstruppen zu leiden hatte. Mehrere Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien scheiterten, bis nach Vorgesprächen im August 2006 am 23. Februar 2008 unter anderem durch Vermittlung des südsudanesischen Präsidenten Riek Machar ein Waffenstillstandsabkommen von Vertretern beider Parteien unterzeichnet wurde. Joseph Kony, der Anführer der LRA, hatte seine Unterstützung für das Abkommen zugesagt, aber bis März 2010 noch nicht eigenhändig unterschrieben. Trotzdem blieb Norduganda seither von größeren Überfällen verschont, während die LRA weiterhin Gewalttaten im Nordosten des Kongo ausübt und sich möglicherweise auch nach Darfur verlagert hat.

Menschenrechte:

Trotz der Tatsache, dass sich die die heutige Regierung zwar als positiv gesinnt gegenüber Menschenrechten darstellt und alle wichtigen internationalen Verträge und Konventionen unterzeichnet und ratifiziert hat, existieren immer noch erhebliche Defizite, wie beispielsweise der Umgang mit politischen Parteien und Regimegegnern oder die Rekrutierung von Kindersoldaten. Allein der Anführer Joseph Kony der LRA ist verantwortlich für die Entführung und Versklavung von mindestens 25.000 Kindern und Jugendlichen.

Homosexuelle Menschen werden in Uganda politisch und gesetzlich verfolgt und können mit bis zu 14 Jahren Haftstrafe geahndet werden. Gleichgeschlechtliche Ehen sind per Gesetz ausdrücklich verboten. Seit 2009 wird sogar die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle diskutiert, 2011 ist ein entsprechender Antrag ins Parlament eingebracht worden. Die Entscheidung darüber wurde allerdings aufgrund internationaler Proteste zweimal vertagt. In der Bevölkerung herrscht vielfach eine anti-homosexuelle Stimmung, welche insbesondere von christlichen Predigern, die von klerikalen Verbänden aus den Vereinigten Staaten finanziert werden, sowie von muslimischen Predigern angefeuert wird. Besonderes Interesse in westlichen Ländern erweckte das Thema, als ugandische Medien 2010 offen zur Tötung homosexueller Männer aufriefen und dabei Listen von tatsächlich oder angeblich schwulen Männern mit Namen, Fotos und Adressen veröffentlichten. Bei der Ermordung des Schwulen-Aktivisten David Kato kurze Zeit später zeigte die ugandische Polizei Desinteresse und viele Fragen blieben bis heute offen.

Im April 2011 wurden durch Polizeieinsätze bei Demonstrationen (“walk-to-work“-Proteste gegen hohe Nahrungsmittel- und Kraftstoffpreise) acht Menschen getötet und mehr als 250 weitere verwundet. Der Oppositionsführer Kizza Besigye wurde verhaftet und musste anschließend mehrere Tage in einem Krankenhaus behandelt werden.

Die Medien in Uganda können kritisch über die Regierung berichten, obwohl diese bei Berichten über sensible Themen wie dem Rebellenkrieg im Norden und der Verwicklung des Landes in den Bürgerkrieg im Kongo in der Vergangenheit wie auch beim Thema Kindersoldaten mitunter scharf reagierte. Seit dem Machtantritt von Präsident Museveni wurde die Medienlandschaft liberalisiert und heute sind über 100 Radiosender registriert.

Gesundheitswesen:

Die Lebenserwartung der ugandischen Bevölkerung liegt durchschnittlich bei 51 Jahren. Mit 7,1 Kindern/Frau ist die Fruchtbarkeit in Uganda die höchste im Vergleich zu anderen ost- und südafrikanischen Staaten. Die Säuglingssterblichkeit beträgt 8,0%, die Kindersterblichkeit 13,8% (2001). Die Müttersterblichkeit liegt bei 0,55%. Es gibt 0,08 Ärzte/1.000 Einwohner. 56% der Bevölkerung haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, 41% zu Sanitäreinrichtungen. Zudem war Uganda eines der ersten Länder Afrikas, die zugaben, von AIDS betroffen zu sein. Daher konnten frühzeitig Aufklärungskampagnen einsetzen und AIDS wird im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten nicht tabuisiert, sondern offen diskutiert. Offiziell beläuft sich die HIV-Infektionsrate auf 5-15%, die Zahl der HIV-Infizierten beläuft sich auf 600.000, 2001 gab es 84. 000 HIV-Tote. Allerdings sollten alle Angaben zur Bevölkerung bezüglich der AIDS-Rate kritisch gesehen werden, da der Staat Uganda als Vorzeigeland in der Bekämpfung von AIDS Spenden aus dem Ausland erhält und unter hohem internationalen Erfolgsdruck steht. AIDS-Kranke werden teilweise bei der medizinischen Versorgung bevorzugt.

Uganda ist betroffen von einer hohen Armutsrate, zunehmenden Fällen von Kinderopferungen, einer steigenden HIV/AIDS-Quote (einschließlich andere Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Cholera) und hohen Kosten für Bildung und Gesundheit. All diese Faktoren hängen zusammen mit der steigenden Anzahl an benachteiligten Kindern in Uganda.

In Anbetracht dessen hat sich HFH einige Ziele gesetzt, welche wichtig sind für die Förderung des Wohlergehens und die Reduzierung des Leidens der Waisen und Benachteiligten.

Diese Ziele sind:

  • Das Recht auf Bildung verwirklichen
  • Unterstützung für die vernachlässigten Gruppen gewährleisten
  • Sensibilisierung der Kinder sicherstellen

Wir kämpfen gegen:

  • Kindesmisshandlung
  • Gewalt in der Gemeinde
  • Kinderopferungen in Uganda